Eine Wahl haben ...

An unserer Schule unterrichten wir immer von Jgst. 1 bis 4 und übernehmen nach vier Jahren in der Regel ein neues erstes Schuljahr - es gibt nur wenige Ausnahmen, immer dann z.B., wenn mehr 4. Klassen gehen, als es neue 1. Klassen gibt.

 

Eine Wahl ist also eigentlich nicht gegeben ...  dieses Mal habe ich sie trotzdem aus verschiedenen Gründen. Was also möchte ich: Eine erste Klasse mit derzeit noch nicht absehbarer Schülerzahl (max. 26) oder eine im Sommer dann dritte Klasse mit 21 Kindern, die ich schon gut kenne, da ich sie derzeit in einem Fach unterrichte?

 

Vielleicht hält man mich verrückt, aber ich möchte "meine neue erste Klasse".

 

Warum?

 

Nun, vielleicht, weil ich weiß, was ich tue. Mein Unterricht baut auf vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Vom ersten Schultag bis zum letzten Schultag. Rituale werden eingeübt, Hausaufgaben-Wochenpläne werden eingeübt und müssen nicht mehr diskutiert werden - auch nicht mit Eltern. Meine Elternarbeit beginnt schon allein mit zwei Elternabenden zu Beginn des ersten Schuljahres und einem ersten Elternsprechtag im September. Ich beginne mein strategisches Grundwortschatztraining im zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres, von Anfang an animiere ich Kinder zum Schreiben von Wörtern, Sätzen und Geschichten.

Auch in Mathematik lege ich Wert auf ganz grundsätzliche Fähig- und Fertigkeiten: Zahlzerlegung, verliebte Zahlen und der Zehnerübergang müssen bei manchen Kindern eben extrem lange geübt werden. Das 1 + 1 muss automatisiert werden bzw. automatisiert sein, bevor ich den nächsten Zahlenraum erschließe.

 

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