Derzeit wackeln die Zahlen ...

zur Klassenbildung noch wöchentlich: Neuanmeldungen, Gestattungsanträge, Rückstellungen - vieles ist noch ungewiss und so weiß ich derzeit nicht, ob eine große oder, mit einer weiteren Kollegin, eine kleine Klasse parallel unterrichten werde.

 

Auch in diesem Zusammenhang habe ich mir viele Gedanken über den Einsatz der Deutschmaterialien für meine zukünftige Klasse gemacht:

 

In den letzten vier Durchgängen habe ich ohne Fibel gearbeitet. Angeregt durch eine sehr gute und intensive Fortbildung zum Thema Lese-Rechtschreibschwäche habe ich mich vor vielen Jahren für die Arbeit mit der Anlauttabelle im Zusammenhang mit Buchstabengeburtstagen entschieden. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht das Schreiben der Kinder zu bestimmten Themen, ab etwa dem zweiten Halbjahr habe ich zusätzlich mit dem Grundwortschatz begonnen. Obwohl die heute sehr bekannte FRESCH-Methode damals noch in keinem Munde oder Klassenzimmer war, sind meine Strategievermittlungen doch sehr ähnlich gewesen.

 

In den letzten beiden Durchgängen habe ich bewusst Arbeitshefte eingesetzt, denn im Krankheitsfall waren meine Kolleginnen oder Vertretungskräfte nicht ausreichend informiert und mit meiner Art zu unterrichten überfordert. In der Froschklasse, die vielleicht manche aus dem www. noch kennen, habe ich damals mit den Arbeitsheften "Einsterns Schwester" gearbeitet. Da dies jedoch im Zusammenhang mit  meinen sonstigen Vorhaben im Deutschunterricht zu umfangreich war, bin ich bei der Tigerklasse zum Druckschriftlehrgang vom Jandorfverlag gewechselt und war damit sehr zufrieden.

Es blieb genügend Zeit für meine eigene Arbeit zu Buchstaben, Lauten, Silben, dem Schreiben mit der Anlauttabelle, dem kreativen Umgang mit Bilderbüchern und Gedichten und dem Umgang mit Sachtexten von Beginn an. Zudem lässt dieser Druckschriftlehrgang sehr gut das individuelle Arbeiten der Kinder zu, denn immer wieder haben wir Kinder, die lesend zur Schule kommen oder nur wenige Wochen brauchen, um zu lesen. Diesen gebe ich dann den Lehrgang frei und zusätzliche andere, weiterführende Materialien.

 

Nun überlege ich, wie ich arbeiten soll, wenn eine neue Kollegin ebenfalls ein erstes Schuljahr übernimmt. Arbeite ich nach meinem Konzept und die neue Kollegin eventuell mit einer Fibel? Soll ich einer neuen Kollegin mein Konzept aufzwingen? Dies halte ich für schwierig! Oder soll ich mich zum Arbeiten mit einer Fibel zwingen - etwas, hinter dem ich nicht stehe?

Ich werde noch einige Gespräche mit Kolleginnen und auch der Schulleitung darüber führen und hoffentlich zu einem guten Schluss kommen.

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