Buchstabenweg

Lange habe ich an der Planung des Buchstabenweges gesessen. Einiges, was bisher Bestandteil war, wird wegfallen, dafür Neues dazu kommen.

 

Jetzt müssen die einzelnen Stationen noch visualisiert und verbalisiert werden:

 

  1. Buchstaben mit dickem Pinsel und Wasser an die Tafel schreiben
  2. Buchstaben mit Wachsmalstiften auf Tapete schreiben
  3. Buchstaben mit Non-Permanent-Stiften auf Folienvorlagen nachspuren
  4. Buchstaben auf Mini-Whiteboards schreiben
  5. Klammerkarten zur Lautdiskriminierung
  6. Holzcomputer zur Laut-Diskriminierung
  7. Buchstaben auf der Schreiblerntafel schreiben
  8. Druckschriftlehrgang zum Buchstaben (hier auch: stempeln, schneiden,kleben)
  9. Bastelangebot zum Buchstaben (z.B. M,m aus Maiskörnern geklebt)

Die rot geschriebenen Stationen sind das Minimalprogramm für alle Eulen.

 

Zu Beginn steht der "Buchstaben-Geburtstag", die Kinder (zunehmend) und ich bringen Gegenstände mit, die mit dem Buchstaben beginnen, z.B. A: Apfel, Affe, Armband, Ast, Ampel usw. Die mitgebrachten Gegenstände werden im Kreis gewürdigt, wandern dann auf den Geburtstagstisch und bekommen Beschriftungen, in welchen der Buchstabe A, a rot geschrieben ist: Ananas.

 

Anschließend erfolgen einige Übungen zur Lautdiskriminierung u.a.mit dem Lautfisch oder mit Bewegung: Vorne - stehen; Mitte - sitzen; Hinten - Hocke.

 

Das A wird in der Luft und auf den Rücken des Nachbarn geschrieben, unterstützend sind hier die Schreibverse zu jedem Buchstaben und dann geht es an die Arbeit mit den Stationen.

 

Ergänzend kann es zur Arbeit mit einem Bilderbuch kommen, z.B. beim A: Anton auf dem Baum, Michael Wrede, Minedition 2017; ein wirklich tolles Bilderbuch gerade zu Beginn der Gruppen- und Klassenfindung, welches ich demnächst näher vorstellen werde. Alternativ können gemeinsame Aktivitäten im Vordergrund stehen, z.B. die Herstellung eines Obstsalates beim Buchstaben O.

 

Wöchentlich plane ich ca. ab der dritten/vierten Schulwoche drei Schulstunden für die Buchstabenerarbeitung ein, die übrigen 3 Stunden des Deutschunterrichts stehen unter dem Aspekt des eigenen Schreibens bzw. der Arbeit mit der Anlauttabelle, dem Erzählen, dem Zuhören und natürlich zunehmend dem Lesen.

 

Aus meiner Erfahrung heraus, kann der Buchstabenweg spätestens ab Weihnachten enorm verkürzt werden, da die Kinder durch die intensive Arbeit mit der Anlauttabelle mittlerweile alle Buchstaben kennen. Je nach Lerngruppe entscheide ich dann gemeinsam mit den Kindern, ob wir noch Buchstaben-Geburtstage brauchen bzw. wollen, welche Stationen wir einsparen oder ob eventuell sogar das Buchstabenheft zur individuellen Bearbeitung freigegeben werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass wir spezielle Phoneme wie das -ng- nicht noch einmal gemeinsam genauer betrachten und damit arbeiten.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Emma Keeboo (Mittwoch, 10 Mai 2017 17:47)

    Ich bin wirklich begeistert von dem klaren Aufbau, vielen Dank!
    Eine Frage, die ich mir selber in meiner letzten 1 schon stellte und bisher noch nicht befriedigend beantworten konnte ist, wie du mit Schüler-Gegenständen umgehst, die wie der gesuchte Laut klingen, aber anders geschrieben werden (zum Beispiel Pony beim i oder Hund beim t).
    Ich habe sie dann mir den Kindern zwar laut gesprochen und den Klang gewürdigt und kurz erklärt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, einen Laut zu verschriften, die Gegenstände aber nicht auf unseren Buchstabentisch gestellt. Das fanden die Kinder dann natürlich nicht so gut und ihr Enthusiasmus, andere Gegenstände mitzubringen, litt darunter verständlicherweise.
    Wie gehst du damit um? Hast du einen anderen Weg dafür gefunden?
    Liebe Grüße EmmA

  • #2

    Gabi (Freitag, 12 Mai 2017 19:21)

    Ich befürchte da gibt es nur deinen eingeschlagenen Weg: wobei ich bei Pony und Hund(t) noch einmal ganz gravierende Unterschiede sehe. Das Pony(i) würde ich auf den Tisch stellen - mit dem Hinweis auf die englische Schreibweise, dies kann man ja auch gut auf einem Schild darstellen. Den Hund(t) würde ich nicht auf den Tisch stellen und mit den Kindern gleich die Auslaute besprechen.
    Im Blog von Daniela --> ideenreise, findet man ganz tolle Bildkarten dazu, wenn man die vorbereitet im Schrank liegen hat, kann man diese herausholen und gleich an vielen Beispielen die Verlängerung gemeinsam üben. Danach wird sie zwar nicht sitzen, aber sie wurde ins Bewusstsein der Kinder gerückt. Wenn man dann das Kind, welches den Hund(t) mitgebracht hat, speziell lobt, weil es uns etwas ganz wichtiges gezeigt hat --> nämlich das Fehler gut sein können, weil man daraus etwas neues lernen kann, muss auch niemand frustriert sein - vielleicht ist das entsprechende Kind auch stolz :-). Bestimmt bringt es aber wieder etwas mit.

    Liebe Grüße
    Gabi

  • #3

    Emma Keeboo (Dienstag, 16 Mai 2017 22:49)

    Da muss ich ja gleich mal auf dem Blog Ideenreise schnüstern �
    Dankeschön für die Idee!