Elternarbeit: Der 1. Elternabend

Genauer, der 1. Elternabend im Klassenverband ist ganz dem Lesen lernen gewidmet.

 

Ein Elternabend, auf welchem die Eltern durchgängig selbst aktiv sind: sie arbeiten mit einer Anlautabelle, auf welcher die Buchstaben durch Symbole ersetzt sind und müssen damit eine Nachricht von der Tafel entziffern, sie durchlaufen den Stationenlauf zur phonologischen Bewusstheit: Reimwörter, Anlaute, Silbenschwingen und werden am Beispiel des Buchstabens A,a den Buchstabenweg abarbeiten :-).

 

Natürlich gibt es auch einen Theorie-Input, den ich als Power-Point-Präsentation vorbereite.

 

Im Anschluss gibt es genügend Zeit, Fragen zu beantworten, z.B. zur häuslichen Übung, zum Erlernen der Rechtschreibung (wobei dem Rechtschreibunterricht auf dem 3. Elternabend im Frühjahr großer Raum gewährt wird)

 

Warum einen Elternabend nur zu diesem speziellen Thema?

 

Gerade im 1. Schuljahr ist der erste Elternabend einer mit vielen, vielen Informationen, so dass das Lese-Lern-Konzept eigentlich nur zu kurz kommen kann.

 

Gerade in den letzten Monaten und Jahren ist das Konzept "Lesen durch Schreiben" oft durch schlecht recherchierte und reißerische Artikel in Verruf geraten. Das dies bei Eltern Ängste und Zweifel aufkommen lässt, ist mehr als verständlich, umso wichtiger möglichst frühzeitig durch fundierte Informationen diesen entgegen wirken und möglichst eine Vertrauensbasis aufbauen, um die Kinder "ungehemmt" lernen zu lassen.

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Hausaufgaben

Ab der zweiten Schulwoche erhalten die Kinder sogenannte "Hausaufgaben-Wochenmappen/Wochenpläne". Darin befinden sich immer die Übungsmaterialien für eine Woche (Montag bis Montag). Den Umgang mit diesen Mappe erläutere ich den Kindern und natürlich auch den Eltern (Elternabend und Elternbrief) genau. Bis Weihnachten sind die Inhalte z.B. in Deutsch sehr ähnlich, beziehen sich jedoch immer auf einen anderen Laut/Buchstaben.

 

Montags ist "neuer Hausaufgaben-Tag", ich sammle die Ordner ein und teile die neuen Ordner aus. Am Dienstag gehen die kontrollierten Ordner der Vorwoche mit einem Rückmeldebogen zurück und werden zuhause von den Kindern bzw. Eltern geleert.

 

Das ganze System funktioniert am Anfang nur mit der Unterstützung der Eltern, später können die Kinder das Leeren bestimmt selbst übernehmen, sofern die Eltern ihre Kinder dahingehend unterweisen.

Da die Unterstützung und Kontrolle der Kinder bei den Hausaufgaben zu den Elternpflichten gehört - erwarte ich keine großen Probleme :-)

 

Hier ist noch mein Rückmeldebogen für die Hausaufgaben-Mappen/Wochenpläne:

 

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Passwort oder geschlossener Elternbereich

Ich gebe keine Passwörter für den Elternbereich heraus, die Eltern haben dieses und gut. Im Elternbereich finden sich auch nur Elternbriefe, Termine, aktualisierte Lernwörterlisten usw.

Also nichts, was den Außenstehenden interessieren würde.

 

Materialien stelle ich dann zur Verfügung, wenn die Rechte geklärt sind. Es kann immer wieder Fotos von Materialien geben, die ich nur für meinen Unterricht nutze, aber nicht veröffentliche.

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Beobachtungsbogen

 

Wie im letzten Post geschrieben, stelle ich hier nun meinen Beobachtungsbogen zur Lernausgangslage ein. Vielleicht kann ihn jemand gebrauchen, ich freue mich natürlich auch über Ergänzungen, Kritik, weitere Ideen.

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Lernausgangslage

Neben dem Kennenlernen untereinander, dem Kennenlernen der Schule, der anderen Lehrer, den Regeln für die Pausen, der ersten Rituale, usw. steht in den ersten Wochen auch die Feststellung der Lernausgangslage einer jeden kleinen Eule auf dem Plan.

 

An unserer Schule setzen wir seit zwei Jahren in den ersten Tagen und Wochen ILeA vom Bildungsserver Berlin-Brandenburg ein. Für mich dieses Jahr das erste Mal und ich bin gespannt, wie aussagekräftig die Ergebnisse für mich und meine weitere Planung sind.

 

Aber neben Deutsch und Mathematik gilt es weiteres zu beobachten und zu dokumentieren: Feinmotorik beim Malen, Schneiden und Kleben, Stifthaltung, Wortschatz, Redeverhalten im Sitzkreis, Verhalten bei Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Konzentrationsspanne, Merkfähigkeit, Reaktion auf Arbeitsanweisungen, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz, Regelbewusstsein u.a.

 

Derzeit versuche ich einen Dokumentationsbogen zu erstellen, der dann in bestimmten zeitlichen Abständen (voraussichtlich 3 Monate) neu ausgefüllt werden soll. Sobald er fertig ist, stelle ich ihn hier gerne vor und gebe ihn zur Diskussion frei ;-)

 

Zur Beobachtung der Feinmotorik im Bereich Schneiden und Kleben werden wir in der ersten und zweiten Woche ein Lapbook "Ich bin jetzt ein Schulkind" herstellen. Dies stelle ich gerne in der nächsten Woche "vorgebastelt" vor.

 

 

 

 

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Anlauttabelle

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen in diesem Jahr für die Arbeit mit der Tabelle aus dem Jandorf Verlag entschieden. Diese erhält jedes Kind in schwarz-weiß, laminiert und sie wird 2 x groß in der Klasse vorhanden sein. Einmal an der Tafel und einmal mit Folie überzogen und durch Karton verstärkt für den Kreis.

 

Die ersten drei - bis vier Wochen des Deutschunterrichts stehen ganz im Zeichen der phonologischen Bewusstheit: Lautdiskriminierung, Reimwörter, Silben schwingen und eben der Arbeit mit dieser Tabelle.

 

Ziele sind dabei:

  • Kennenlernen und Festigung der verwendeten Begriffe
  • Orientierung auf der Tabelle
  • Anlaute nennen können "M wie Maus" oder "H wie Hose"
  • Grapheme den Lauten zuordnen können
  • Wörter nach ihrem Anlaut abhören und den entsprechenden Begriffen und später Graphemen zuordnen.

Es gibt einige Spiele, die wir gemeinsam in der Schule spielen werden, aber auch für die Arbeit zuhause geeignet sind. Diese habe ich im folgenden pdf-Dokument zusammengefasst:

 

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Derzeit plane und erstelle ich einen Stationslauf mit Dominos, einem Pärchen-Spiel, Reimwörtern zu den Tabellen-Begriffen, Zuordnung Groß-Kleinbuchstaben u.a.und die ersten Arbeitsblätter für die Hausaufgabenmappen zur Anlauttabelle.

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Buchstabenweg

Lange habe ich an der Planung des Buchstabenweges gesessen. Einiges, was bisher Bestandteil war, wird wegfallen, dafür Neues dazu kommen.

 

Jetzt müssen die einzelnen Stationen noch visualisiert und verbalisiert werden:

 

  1. Buchstaben mit dickem Pinsel und Wasser an die Tafel schreiben
  2. Buchstaben mit Wachsmalstiften auf Tapete schreiben
  3. Buchstaben mit Non-Permanent-Stiften auf Folienvorlagen nachspuren
  4. Buchstaben auf Mini-Whiteboards schreiben
  5. Klammerkarten zur Lautdiskriminierung
  6. Holzcomputer zur Laut-Diskriminierung
  7. Buchstaben auf der Schreiblerntafel schreiben
  8. Druckschriftlehrgang zum Buchstaben (hier auch: stempeln, schneiden,kleben)
  9. Bastelangebot zum Buchstaben (z.B. M,m aus Maiskörnern geklebt)

Die rot geschriebenen Stationen sind das Minimalprogramm für alle Eulen.

 

Zu Beginn steht der "Buchstaben-Geburtstag", die Kinder (zunehmend) und ich bringen Gegenstände mit, die mit dem Buchstaben beginnen, z.B. A: Apfel, Affe, Armband, Ast, Ampel usw. Die mitgebrachten Gegenstände werden im Kreis gewürdigt, wandern dann auf den Geburtstagstisch und bekommen Beschriftungen, in welchen der Buchstabe A, a rot geschrieben ist: Ananas.

 

Anschließend erfolgen einige Übungen zur Lautdiskriminierung u.a.mit dem Lautfisch oder mit Bewegung: Vorne - stehen; Mitte - sitzen; Hinten - Hocke.

 

Das A wird in der Luft und auf den Rücken des Nachbarn geschrieben, unterstützend sind hier die Schreibverse zu jedem Buchstaben und dann geht es an die Arbeit mit den Stationen.

 

Ergänzend kann es zur Arbeit mit einem Bilderbuch kommen, z.B. beim A: Anton auf dem Baum, Michael Wrede, Minedition 2017; ein wirklich tolles Bilderbuch gerade zu Beginn der Gruppen- und Klassenfindung, welches ich demnächst näher vorstellen werde. Alternativ können gemeinsame Aktivitäten im Vordergrund stehen, z.B. die Herstellung eines Obstsalates beim Buchstaben O.

 

Wöchentlich plane ich ca. ab der dritten/vierten Schulwoche drei Schulstunden für die Buchstabenerarbeitung ein, die übrigen 3 Stunden des Deutschunterrichts stehen unter dem Aspekt des eigenen Schreibens bzw. der Arbeit mit der Anlauttabelle, dem Erzählen, dem Zuhören und natürlich zunehmend dem Lesen.

 

Aus meiner Erfahrung heraus, kann der Buchstabenweg spätestens ab Weihnachten enorm verkürzt werden, da die Kinder durch die intensive Arbeit mit der Anlauttabelle mittlerweile alle Buchstaben kennen. Je nach Lerngruppe entscheide ich dann gemeinsam mit den Kindern, ob wir noch Buchstaben-Geburtstage brauchen bzw. wollen, welche Stationen wir einsparen oder ob eventuell sogar das Buchstabenheft zur individuellen Bearbeitung freigegeben werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass wir spezielle Phoneme wie das -ng- nicht noch einmal gemeinsam genauer betrachten und damit arbeiten.

 

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