Wochenrückblick

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter uns und unser erster "Feueralarm" - das Thema des Freitags. Da die "Eulen" diesen mit ihrer Fachlehrerin für Religion meistern mussten, wurden die Regeln noch einmal vorher besprochen. Beim ersten Alarm des Schuljahres wissen Lehrerinnen und Kinder vorher Bescheid, wann die Glocke schrillen wird. Erschrecken tun wir alles aber trotzdem, denn es ist wirklich sehr laut :-).

 

Die Eulen bekamen von Frau Vollberg aber ein dickes Lob, alles richtig gemacht! Ich durfte mit den "Adlern" den Feueralarm absolvieren - auch dies lief perfekt - alles richtig gemacht!

 

Diese Woche stand im Deutschunterricht das E im Mittelpunkt und der Geburtstagstisch war gut gefüllt: Elefanten, Enten, Erde, Erbsen, Edelsteine, Elfen ... Die Stationen wurden schon fast selbstverständlich bearbeitet, als hätten die Kinder nie etwas anderes gemacht.

Natürlich fällt es noch nicht allen Kindern leicht, sich an die Schreibweise in Linien anzupassen, deshalb muss ich manchmal auf Tafeln etwas wischen oder im Druckschriftheft bzw. bei den Hausaufgaben radieren. Das tut mir leid, wenn ich weiß, dass die Kinder sich Mühe gegeben haben. Es gibt jedoch auch Hausaufgaben, in welchen die "E"s extrabreit geschrieben werden, damit weniger in eine Reihe passen ;-) - da radiere ich ohne Skrupel!

 

Wir haben außerdem einen neues Klassenbuch zum Thema Jahreszeiten erstellt. Die Kinder sollten sich ihre Lieblingsjahreszeit aussuchen, dazu malen und ihre gemalten Sachen selbst mit der Anlauttabelle beschriften. Das erste Mal alleine nur mit der Anlauttabelle schreiben - eine sehr große Herausforderung für alle Eulen - jeweils auf ihrem Niveau. Dieser haben sich jedoch alle gestellt, bis auf einen Schüler, der dann "schlauerweise" unsere gesammelten Wörter abschrieb ;-)

Beim ersten Bild sind die Wörter: Blume (BLUME), Meer (MEA), Sonne (SONE), Pool(POOL) und Kissen (KSN) zu finden - also ich konnte alles lesen und war begeistert von der Art, wie unkompliziert und selbstverständlich der Schüler mit dieser herausfordernden Aufgabe umging. Bei Bild 2 wird deutlich, dass dieses Kind schon wesentlich weiter im Schriftspracherwerb ist, es nutzt Artikel, fragt gezielt nach, ob Fledermaus mit Vogel-V geschrieben wird und ist in der Lage alle Laute eines Wortes zu hören und schriftlich umzusetzen. Das dritte Bild ist noch nicht fertig ;-), der Schüler war gerade beim Wort "Sonne" - er hat den sicheren Weg gewählt: ich male nur, was ich auch glaube, schreiben zu können. Ein durchaus akzeptabler Weg, finde ich - vor allem wenn man zum ersten Mal selbst schreiben soll!

 

Aber auch in Mathe waren wir fleißig. Ich habe entsprechend den Ergebnissen und der Arbeitsblätter die Vorlagen für ein mathematisches Eulenplakat erstellt und aufgeklebt, Säulendiagramme habe ich jedoch zunächst weggelassen und die Kinder mussten sie selbst zuordnen und jeweils begründen, warum dieses Diagramm genau zu dieser Umfrage gehört. Bei einigen Diagrammen habe ich die Farben zunächst weggelassen und graue Diagramme angeboten, trotzdem konnten die Kinder richtig zuordnen und vor allem begründen. Für unser Plakat haben wir dann gemeinsam allerdings die bunten Versionen gewählt, damit auch jeder die Diagramme versteht ;-)

Den Rest der Woche haben wir uns mit Zahlenreihen, zählen vorwärts und rückwärts und mit den verliebten Zahlen beschäftigt - die unsere Jungs "Bäääh" finden. Ich muss wohl über einen neuen Namen für die Zehnerzerlegung nachdenken ;-)

 

Im Sachunterricht haben wir intensiv am Jahreszeiten-Lapbook gearbeitet. Bei einem solchen Projekt macht mir die Heterogenität bezüglich des Arbeitstempos doch sehr zu schaffen.

 

Natürlich haben wir am Freitag auch wieder unseren Schultagebuch-Eintrag gemacht. So sieht er diese Woche aus:

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Wassily Eulenklassky

Wir haben unsere erste gemeinsame Bildbetrachtung durchgeführt und zwar die "Konzentrischen Kreise" von Wassily Kandinsky. Es ging vornehmlich um die Benennung von benutzen Farben, aber auch um den Bildaufbau Quadrate - Kreise.

 

Anschließend mussten wir uns beim Nacharbeiten in Geduld üben, damit die Farben nicht ineinanderlaufen.

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Immer noch im Eulenfieber ...

Picasso sagte: "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben."

 

Eines meiner Lieblingszitate im Zusammenhang mit dem Kunstunterricht. Leider sehen Kinder das oft ganz anders: "Ich kann das nicht." "Ich weiß nicht, wie man das malen soll." "Ich male nicht gerne!"  - dies sind Zitate aus Kunstunterricht einer 1.Klasse.

 

Kinder haben besonders im Kunstunterricht einen sehr hohen Anspruch an sich. Das was sie malen, soll auch so aussehen, wie sie sich das vorstellen. Da hilft kein Lob, kein Hinweis auf die wunderschönen bunten Farben, keine positive Anmerkung zum Ausdruck, wie "Deine Eule lächelt sogar".

 

Als Lehrkraft kann ich besonders am Anfang im Kunstunterricht in die Trickkiste  greifen und den Kindern positive Erfahrungen verschaffen, das "Kunst-Selbstbewusstsein" aufbauen, um den kleinen Künstler hervorzulocken.

 

Eine Möglichkeit unter vielen sind Werkbegegnungen z.B. Paul Klees Werk "Rote Brücke" oder Wassily Kandinskys "Konzentrische Kreise". Mir beidem werden wir uns auch in nächster Zeit beschäftigen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die "Mal-Anleitung", diese hat - finde ich - sparsam eingesetzt durchaus ihre Berechtigung im Kunstunterricht. Es geht nicht darum, möglichst viele gleichartige Bilder zu produzieren, sondern den Kindern Mut und Selbstvertrauen zu geben. Aus dem "Ich kann das nicht!" soll ein "Ich habe eine tolle Eule gemalt!" werden.

 

Danach können wir auch daran arbeiten, dass der Kinder-Künstler erhalten bleibt.

 

Unsere Eulen sind unter einer solchen Anleitung entstanden.

Viele Anleitungen bietet der Blog "Art Projects for kids". Ich biete diese Anleitungen meinen Schülern normalerweise neben anderen Kunstideen für die Freiarbeit an. Ich habe die Anleitung jeweils einmal bunt ausgedruckt, laminiert und in einem Ordner verstaut - wer etwas ausprobieren möchte, holt sich die Vorlage, arbeitet danach und steckt sie wieder in den Ordner.

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Eulen, Eulen, Eulen

Ja, ja, die Arbeit mit Schablonen - eigentlich im Kunstunterricht verpönt - für mich in einer gesunden Dosis eingesetzt und zur Verschönerung unserer Fenster in Ordnung. Umso mehr in Ordnung, wenn wir damit das genaue Schneiden üben und dafür muss dann eben auch manchmal der Kunstunterricht herhalten.

 

Früher (ja, da war alles besser) :-) kamen die Kinder mit der Fertigkeit genau auf einer Linie zu schneiden aus der Kita. Heute kann davon leider nicht mehr ausgegangen werden - gerade in unserem Einzugsgebiet sind die "Vorbereitungen" für die Schule doch sehr unterschiedlich. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies auch nicht ausschließlich Arbeit einer Kita ist, Eltern sind hier genauso in der Verantwortung. Wenn jedoch "Vorschularbeit" oder "Programm im letzten Jahr vor Schulbeginn" oder wie man auch immer diese Zeit nennt, stattfindet, gehört für mich angeleitetes Schneiden dazu. Die Aussagen "unsere Kinder schneiden doch - eben nur was sie möchten" ist für mich keine Arbeit im Sinne eines möglichst reibungslosen Übergangs.

 

Es kann nicht im Sinne des Erfinders eines Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes sein - wenn Kinder in der Kita lediglich lustbetont und eigengesteuert lernen und wir in der Schule dann die fehlenden Fertig- und Fähigkeiten, die notwendig sind, um abwechslungsreichen, spannenden und handlungsorientierten Unterricht zu halten, "aufholen" müssen und dazu z.B. unser Kunstunterricht herhalten muss. Da läuft leider immer noch - auch in unserem Tandem - einiges schief!

 

Herrje, nun habe ich weit ausgeholt und auch mal wieder meinem Unmut Platz gemacht!

 

Eigentlich wollte ich nur zeigen, welch tolle Eulen die Kinder gebastelt haben. Leider kann ich sie noch nicht am Fenster aufhängen, da wie bereits geschrieben, die Fensterputzer drohen. Aber sobald diese durch sind, werden wir wundervolle Eulenfenster haben, denn trotz Schablonen, sind durch die unterschiedlichen Papiere und die unterschiedliche Anordnung der Flügel 14 ganz einzigartige Eulen entstanden, die nur darauf warten auf Ästen am Fenster Platz zu nehmen.

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"Oh my goodness"

... ertönte es heute hinter meinem Rücken, als ich den Baum an die Tafel malte, denn dieses Wort wollten wir heute lautieren. Dieser Ausspruch hat mir heute den ganzen Tag ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert :-)

 

Ja, wir haben erste Wörter gemeinsam lautiert und aufgeschrieben und dabei ganz automatisch auch erste Silben gelesen:

 

Wir hatten unsere ersten Kunststunden und durften gleich den Farbkasten ausprobieren, denn dieser hatte doch den größten Aufforderungscharakter und unsere Sammelmappen sollten schließlich individuell gestaltet werden. Dabei gab es nur eine Vorgabe: bunt. Wunderschön sind sie geworden und wirklich ganz individuell:

Könnte auch als echter "Expressionist" durchgehen:

Unser erstes Klassenbuch ist auch schon fertig,natürlich wurde am Anfang fast nur gemalt, das ist ganz okay so, wir wollen ja auch Fortschritte sehen ;-)

Das Training mit den Blitzblick-Karten funktioniert auch in den Kleingruppen perfekt:

Außerdem haben wir unseren ersten richtigen Erzählkreis mit neuen Regeln durchgeführt und waren in der Bücherei. Kein Wunder, dass die Zeit so rast und wir uns immer wundern, wenn der Tag schon vorbei ist.

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