Leseförderung: Lust auf Lesen wecken

Nun haben wir noch gar nicht angefangen das Lesen zu lernen und schon gibt es einen Post zur Leseförderung.

 

 

Nun das langwierige Projekt „Lust auf Lesen machen“ beginnt für mich, als Lehrkraft, mit dem ersten Schultag – aber eigentlich schon viel, viel früher im Elternhaus und Kita. Das Vorlesen durch Mama, Papa, Oma oder Opa und durch Erzieher/Innen schafft die Grundvoraussetzungen, auf die wir in der Schule aufbauen können.

 

 

Das Vorlesen spielt auch in meinem Unterricht eine große Rolle. Ich selbst liebe gute und gut illustrierte Kinderbücher, ich stelle ja auch hier immer gerne wieder meine „Entdeckungen“ vor. Einige Bücher nutzen wir, um selbst dazu zu malen oder zu schreiben.

 

 

Aber auch das reine Vorlesen hat einen festen Platz in unserer täglichen Schulroutine: Täglich nach der großen Pause gibt es eine Vorlesezeit, in welcher die Kinder frühstücken können – nichts sonst. Weder umherlaufen, noch malen, noch Arbeiten fertigstellen. Mir sind diese 10 Minuten „heilig“ und außer meiner Stimme und genüsslichem Kauen des Frühstückbrotes oder des geschnippelten Obsts oder Gemüse ist nichts zu hören. Darauf lege ich besonderen Wert. Diese Vorlesezeit gibt es auch in Klasse 2, 3 und 4 und ich nutze hauptsächlich Kinderbuchklassiker.

 

 

Klasse 1: z. B. Michel aus Lönneberga, Oma schreit der Frieder, Geschichten vom Franz, Der kleine Wassermann, Die kleine Hexe u.a.

 

 

Klasse 2: z.B. Pippi Langstrumpf, Urmel, Der Buchstabenfresser, Latte Igel, Räuber Hotzenplotz, Das kleine Gespenst u.a.

 

 

Klasse 3: z.B. Sams, Die Kinder vom Möwenweg, Lukas und der Lokomotivführer, Ronja Räubertochter u.a.

 

 

Klasse 4: Mio, mein Mio, Ritter Trenk, Lippels Traum, Momo u.a.

 

 

Des Weiteren haben wir das große Glück ein wirklich fantastische Schüler-Bibliothek zu besitzen, die gleichzeitig Stadtteil-Bibliothek ist und dadurch von einer professionellen Kraft, unserer lieben K. Petereins, geleitet und geführt wird. Eine Stunde in der Woche nutze ich immer mit meinen Schülern zum Besuch der selbigen. Schmökern, gemeinsam Bücher betrachten, sich gegenseitig vorlesen, über Bilder oder Texte sprechen (natürlich immer unter Einhaltung der Bücherei-Regeln) und natürlich Lesestoff ausleihen. Hier macht das wirklich Spaß, denn ständig erweitert sich das Angebot und Anregungen seitens der Lehrkräfte hinsichtlich bestimmter Bücher werden sofort aufgenommen. Da unser Förderverein jedes Jahr einen großen Betrag für die Bücherei frei gibt, kann eben auch viel angeschafft werden.

 

 

Trotz dieser fantastischen Möglichkeit, habe ich immer noch eine „Klassenbibliothek“ mit verschiedenen Sachbuchreihen, Wimmelbüchern, und Geschichten bzw. Kinderromanen – dies finde ich wichtig, um auch im Klassenzimmer Leseanreize zu bieten.

 

Ab dem zweiten Schuljahr möchte ich auch das „Buch unter der Bank“ – also Lesestoff für „freie Zeiten“ einführen, dazu werde ich dann noch etwas genauer schreiben.

 

 

Im ersten Schuljahr finde ich es wichtig, auch kurze Lesetexte anzubieten. Dazu eignen sich besonders die „Lesekäferchen“ und „Lesekäfer“ aus dem Zaubereinmaleins von Susanne Schäfer. Auch die Regenbogen-Lesekiste ist an unserer Schule vorhanden und die Hefte „Lesen mit Eberhard“ werde ich für meine Kinder noch anschaffen.

 

Für die „Lesekäferchen“, „Lesekäfer“ und „Lesen mit Eberhard“ gibt es Lesepässe und anschließend „Leseurkunden“.

 

 

Lesepässe und Leseurkunden für Zuhause führe ich, wie das Programm „Antolin“, erst im zweiten Schuljahr ein.

 

 

Gleichzeitig arbeiten die Kinder von Beginn an mit den „Lies-Mal-Heften“ aus den Jandorf-Verlag – diese sind „freigegeben“ – jedes Kind arbeitet nach seinem Tempo damit.

 

 

Weiteres Lesematerial befindet sich im Freiarbeitsregal „Deutsch – Lesen“: dort gibt es Lesezuordnungskarten, ein Ordner mit diversen Arbeitsblättern (u.a. Logicals und Lesemodule aus dem Zaubereinmaleins), Lesekisten u.a.

 

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