Eulalia

Eulalia wird nach den Herbstferien endlich auch mehr als immer nur das Klassenzimmer sehen und damit auch mehr erleben, denn Eulalia darf im Wechsel die Kinder zuhause besuchen und hoffentlich ganz viel erleben.

 

Damit Eulalia schon einmal weiß, wie es ihr ergehen wird, darf sie mich in den Herbstferien in die Bretagne begleiten und wird dort ihr erste "Tagebucherfahrungen" sammeln. Sie muss lernen für Fotos zu posen, ungewohnte Fresserfahrungen zu verarbeiten und zu verschriftlichen und vor allem muss sie sich dem Schreiben stellen, denn bisher behauptet sie immer noch, sie kann das nicht, obwohl sie auch eine Anlauttabelle bekommen hat. Die Ergebnisse dieses Eulalias - Powerworkshop werden die ersten Seiten von Eulalias Tagebuch bilden. Hoffentlich Vorbild und Anreiz für die zukünftigen Seiten :-)

 

So sieht die Eulalia-Wochenendliste aus, sie wird laminiert in der Klasse aufgehängt und eine kleine Eule kann mithilfe von Klett-Klebepunkten immer hinter den Namen des Kindes gefestigt werden, bei welchem Eulalia zu Gast ist.

 

Natürlich baue ich hier auf die Unterstützung der Eltern, aber ohne geht es grundsätzlich in Schule nicht. Hier kann sie (die Unterstützung) aber auch noch richtig Spaß machen: Ein oder zwei witzige "Eulalia - bei uns zuhause - Fotos" und Hilfe beim Verschriftlichen, wenn von den Kindern gewünscht oder benötigt - zumindest am Anfang des Tagesbuches. Gemeinsam schaffen wir hier aber einen authentischen Schreib- und Leseanlass, der alle motiviert und unvergessliche Momente festhält.

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Buchstabenmonster

Das gemeinsame Lesen und Betrachten des Bilderbuches "Das Buchstabenmonster" von Vera Eggermann und Ueli Kleeb aus dem Orell Füssli Verlag bildete den krönenden Abschluss einer tollen, zweiten Schulwoche mit den Eulen.

 

Immer wieder hielten wir inne und hatten viel zu erzählen und zu entdecken und selbst neue Wörter zu erfinden. Allein die etwas ungewohnte Schriftart und -anordnung macht das Lesen auf dem Kopf etwas schwierig ;-)

 

Im Anschluss gestalteten die Kinder ihre eigene Buchstabenmonster-Fressattacke. Hier kann jeder nach seinen Fähigkeiten. Manche Monster fraßen nur Buchstaben, andere schon ganze Wörter. Buchstaben wurden vertauscht oder Namen rückwärts geschrieben.

Ich hatte viel Spaß und die Kinder werden diesen mit ihrem eigenen Buchstabenmonster-Buch auch haben:

 

Gestern konnte ich auch die ersten Freiarbeitsmaterialien den Kindern vorstellen und natürlich musste ich nun auch Zeit geben, diese zu erproben.

 

Das Prinzessinnen-Sudoku mit den Glitzersteinen wird immer wieder gerne genutzt und das über vier Schuljahre hinweg. Ich habe vier Stück davon vor 11 Jahren angeschafft und bis heute fehlt nicht ein Stein - eben auch, weil die Kinder es so lieben.

Aber auch Valessas Zahl-Mengen-Klipp-Klapp hatte hohen Aufforderungscharakter.

 

Unseren Eintrag im Schultagebuch haben wir natürlich auch noch getätigt. Das Bild zeigt unser erstes gemeinsam lautiertes und geschriebenes Wort. Mindestens ein weiteres Wort sollten die Kinder darunter schreiben:

 

Jetzt haben wir uns alle ein schönes, entspanntes Wochenende verdient!

 

Auch diese zweite Woche war für mich fantastisch. Ich bin erstaunt, wie gut die Eulen mit der neuen Situation Schule umgehen und wie schnell sie "ihren Platz" gefunden haben. M., der ja erst im Dezember nach Deutschland kam und dann im ersten Schuljahr nicht mitarbeiten konnte, da er kein Deutsch konnte und der Leselehrgang schon weit fortgeschritten war, ist nun voll integriert. Er kann überall gut mitarbeiten, lernt jeden Tag mehr Deutsch und schafft es immer mehr sich an Regeln zu halten. L. hat die Position des Hausmeisters der Klasse übernommen: Ohne jemals von mir dazu aufgefordert worden zu sein, schaut er das am Ende des Tages alle Stühle an die Tische geschoben wurden und hilft ganz selbstverständlich allen Kindern beim Hochstellen der doch schweren Stühle am Dienstag und Freitag. Als wir im Sachunterricht den Probe-Feueralarm und unser Verhalten bei diesem besprachen, entwickelte sich ein inhaltlich sehr interessantes Gespräch über das Verhalten bei Feuer überhaupt, über Notrufe, Waldbrände usw. Dabei verflog die Zeit und letztendlich hatten wir 45 Minuten im Kreis verbracht, immer am Thema, immer unter Einhaltung der Gesprächsregeln: kein Zwischenplappern, kein Reinrufen, keine Ablenkungszappeleien - und dabei weiß doch jeder, dass das mit Erstklässlern nicht funktionieren kann ;-)

Mir selbst hilft meine sehr intensive Vorbereitung auf dieses Schuljahr sehr. Mir ging es diese Woche gesundheitlich nicht gut, aber da ich am Nachmittag/Abend so gut wie keine Vorbereitung mehr hatte, habe ich diese Schulwoche gut überstanden und auch die gesundheitlichen Probleme sind nun behoben.

 

Nächste Woche wird spannend: Wir starten unsere Stationenarbeit zur phonologischen Bewusstheit, bevor wir mit dem Buchstabenlehrgang beginnen. Außerdem haben wir unseren ersten Ausflug und dann gleich die große Schul-Theaterfahrt zu den Burgfestspielen. Ich freue mich schon!

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Letzte Vorbereitungen abgeschlossen

So, die letzten Vorbereitungen für den erstenSchultag und die erste Woche sind abgeschlossen :-)

 

Blanko-Hefte haben einen Eulen- bzw. Adlerumschlag bekommen und wurden gleich noch mit Schutzumschlag versehen, so können wir schon in der ersten Woche mit lautgetreuen Wörtern loslegen, die wir im Angang immer gemeinsam lautieren.

 

Solche Vorbereitungen machen mir riesigen Spaß, denn ich weiß, dass sie sich lohnen und ich mag es, wenn Kinder mit ansprechendem Material arbeiten können. Natürlich hätte ich die Kinder ihren Umschlag auch selbst gestalten lassen können, die Zeit haben wir jedoch nicht. Hier steht diese in keinem Verhältnis zum Einsatz des Heftes, deshalb habe ich mich dafür entschieden, diese vorzubereiten. Wir kommen schneller zum Lautieren und Schreiben.

 

Ganz anders z.B. bei unseren Sammelmappen für Kunst, da habe ich mich bewusst für einfache graue Mappen entschieden, die wir im Kunstunterricht selbst gestalten.

 

Derzeit sitze ich am Basteln der Materialien für die Stationen zur phonologischen Bewusstheit. Besonders kämpfe ich mit den Legeplatten für Reimwörter und Anlaute, da ich keine Klett-Klebepunkte mehr hatte und mit Klettband arbeiten wollte. Dies mag aber nicht so halten, wie ich das gern hätte. Weder doppenseitiges Klebeband noch Kraftkleber bringen das gewünschte Ergebnis. Jemand zündende bzw. klebende Ideen für mich?

 

Und morgen gibt es dann auch endlich Bilder vom Klassenzimmer :-)

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Schreiben mit der Anlauttabelle

Aus Erfahrung weiß ich, dass es Kinder gibt, die sich gerade zu Beginn beim Schreiben mit der Anlauttabelle schwer tun, während andere die Tabelle fast von Anfang an als Werkzeug nutzen.

 

Dies liegt zum Einen am unterschiedlichen Stand der Kinder, während einige schon lesen können, können andere ein Wort fast durchgliedern und haben andere noch große Probleme An- oder Endlaute zu hören. Ganz normal und trotzdem immer wieder eine Herausforderung für Lehrkraft ;-) - nicht, weil es diese und jene Kinder gibt, sondern diese Unterschiede zu entdecken und entsprechend zu reagieren, damit ALLE Kinder Herausforderungen und Lernerfolge haben.

 

Zum Anderen gibt es Kinder, die den Film "Lob des Fehlers" nicht gesehen haben ;-). Kinder, die eigentlich ganz viel können, aber Angst vor Fehlern haben. Das haben auch noch ganz viele Erwachsene oder wahrscheinlich sogar noch viel mehr Erwachsene als Kinder. Erwachsenen werden Fehler aber auch schwerer verziehen - da helfen die ehrlichsten Entschuldigungen manchmal nicht, weil sich jemand in seiner Ehre, seinem Kontoauszug o.ä. betrogen fühlt. Schade eigentlich - aber auch immer ein Statement für eine gewisse Haltung.

 

Unseren Kindern sollten wir immer wieder sagen "Fehler muss man machen dürfen" und "Fehler sind gut, denn daran kann man lernen" - wenn man sie bespricht und als Ausgangspunkt für neues Lernen nimmt.

 

Diesen Kindern, die noch Probleme beim Durchgliedern oder Ängste haben und somit nicht direkt mit der Anlauttabelle losschreiben möchten, möchte ich mit dem "Wörter-Detektiv" Material anbieten. Die Arbeitsblätter stehen im Zusammenhang mit meiner Anlauttabelle bzw. dem Druckschriftlehrgang vom Jandorf-Verlag. Natürlich dürfen auch alle anderen diese nutzen.

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Detektiv 1_5.pdf
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Mein Schultagebuch

Authentische Schreibanlässe schaffen - eine der wichtigsten Aufgaben für mich im 1. Schuljahr. Ein Schultagebuch kann ein solcher Schreibanlass sein:

 

Unser Schultagebuch wird wochenweise geführt und wird sich im Laufe der hoffentlich vier gemeinsamen Schuljahre immer wieder bzw. weiter verändern, ab dem 2./3. Schuljahr kommen immer mehr Reflexionsaufgaben dazu, während das Tagebuch im 1. Schuljahr eher ein reines "Erinnerungsbuch"sein wird.

 

Ich habe einige Kladden und Hefte ausprobiert, denn für eine langfristige Aufgabe muss Papierqualität und Heftung stimmen. Letztendlich habe ich mich für Wire Books entschieden, die ich im letzten Jahr bei Valessa gesehen hatte.

Wir werden jeweils freitags in den letzten 10 - 20 Minuten im Tagebuch arbeiten. Für die ersten acht Wochen bis zu Herbstferien habe ich die Wochenüberschrift vorbereitet, die Kinder müssen diese nur noch einkleben und können sich dann den Inhalten widmen.

Nach den Herbstferien sollen die Kinder die Überschrift natürlich selbst schreiben bzw. abschreiben

 

Jede Woche wird ein Foto eingeklebt, dazu kommen z.B. die Eintrittskarten vom Theater, fertige Lese- oder Rechnenpässe, Lese- und Kopfrechnenurkunden, Rezepte für Obstsalat, Gemüsesuppe oder Weihnachtsplätzchen. In der ersten Woche schreiben/malen die Kinder z.B. ihren Namen mit Groß- und Kleinbuchstaben oder lautieren erste Wörter.

 

Gerne werde ich hier unsere Wocheneinträge dokumentieren, denn das Schultagebuch wird bis zum Ende des 1. Schuljahres im Klassenraum verbleiben :-)

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Zur Anlauttabelle

Entgegen meiner ursprünglichen Planung habe ich nun doch meine eigene, bunte Anlauttabelle für die Kinderhand und eine große, flexible Anlauttabelle für die Tafel gebastelt.

 

Die Selbstlaute, Umlaute und Zwielaute habe ich rot hinterlegt und mit Kronen versehen - zur Vorbereitung auf die Einführung von Silbenkönigen.

Die Tabelle enthält nicht alle Buchstaben (es fehlen z.B. x und y), natürlich werden diese Buchstaben auch eingeführt, aber zu dieser Zeit benötigen die Kinder keine Anlauttabelle mehr ;-).

 

Die Tabelle ist mit dem worksheet crafter erstellt, die Bilder entstammen diesem bzw. sind von Nicole Trapp/Frau Locke.

 

 

 

Diese Anlauttabelle habe ich mit den Namen der Kinder versehen und laminiert, da sie doch in den ersten Wochen und Monaten ständig im Einsatz ist und zwar in der Schule als auch Zuhause.

Die große, flexible Anlauttabelle ist ebenfalls laminiert und auf der Rückseite mit Magnetband versehen. Auch hier sind die Selbstlaute, Umlaute und Zwielaute rot umrandet, die Mitlaute blau.

 

Die einzelnen Karten sind zerschnitten, so lassen sich immer wieder neue Übungen an der Tafel zusammenstellen: Phoneme zuordnen, Bilder zuordnen; Bilder ordnen, z.B. nach Lebenwesen usw., usw.

 

 

Diese Vorarbeiten lohnen sich meiner Meinung nach nur, wenn die Arbeit mit der Anlauttabelle und damit das "Schreiben von Anfang an" im Mittelpunkt des Anfangsunterrichts/Deutschunterrichts steht.

 

Wer nur neben dem Fibeleinsatz gelegentlich mit einer Tabelle arbeiten will, der findet genügend Tabellenposter zum Ausdrucken oder Bestellen.

 

Falls jemand trotzdem gerne Basteln möchte, hier mein Material:

 

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Anlauttabelle Bunt Prio.pdf
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Flexible Anlauttabelle groß.pdf
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Ich setze mich nun jedenfalls auf die Terrasse und fertige eine zweite flexible Tabelle an, da ich ja bis November zwei erste Klassen in Deutsch unterrichte :-)

 

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Anlauttabelle

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen in diesem Jahr für die Arbeit mit der Tabelle aus dem Jandorf Verlag entschieden. Diese erhält jedes Kind in schwarz-weiß, laminiert und sie wird 2 x groß in der Klasse vorhanden sein. Einmal an der Tafel und einmal mit Folie überzogen und durch Karton verstärkt für den Kreis.

 

Die ersten drei - bis vier Wochen des Deutschunterrichts stehen ganz im Zeichen der phonologischen Bewusstheit: Lautdiskriminierung, Reimwörter, Silben schwingen und eben der Arbeit mit dieser Tabelle.

 

Ziele sind dabei:

  • Kennenlernen und Festigung der verwendeten Begriffe
  • Orientierung auf der Tabelle
  • Anlaute nennen können "M wie Maus" oder "H wie Hose"
  • Grapheme den Lauten zuordnen können
  • Wörter nach ihrem Anlaut abhören und den entsprechenden Begriffen und später Graphemen zuordnen.

Es gibt einige Spiele, die wir gemeinsam in der Schule spielen werden, aber auch für die Arbeit zuhause geeignet sind. Diese habe ich im folgenden pdf-Dokument zusammengefasst:

 

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Zusammenfassung Spiele Blog.pdf
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Derzeit plane und erstelle ich einen Stationslauf mit Dominos, einem Pärchen-Spiel, Reimwörtern zu den Tabellen-Begriffen, Zuordnung Groß-Kleinbuchstaben u.a.und die ersten Arbeitsblätter für die Hausaufgabenmappen zur Anlauttabelle.

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Buchstabenweg

Lange habe ich an der Planung des Buchstabenweges gesessen. Einiges, was bisher Bestandteil war, wird wegfallen, dafür Neues dazu kommen.

 

Jetzt müssen die einzelnen Stationen noch visualisiert und verbalisiert werden:

 

  1. Buchstaben mit dickem Pinsel und Wasser an die Tafel schreiben
  2. Buchstaben mit Wachsmalstiften auf Tapete schreiben
  3. Buchstaben mit Non-Permanent-Stiften auf Folienvorlagen nachspuren
  4. Buchstaben auf Mini-Whiteboards schreiben
  5. Klammerkarten zur Lautdiskriminierung
  6. Holzcomputer zur Laut-Diskriminierung
  7. Buchstaben auf der Schreiblerntafel schreiben
  8. Druckschriftlehrgang zum Buchstaben (hier auch: stempeln, schneiden,kleben)
  9. Bastelangebot zum Buchstaben (z.B. M,m aus Maiskörnern geklebt)

Die rot geschriebenen Stationen sind das Minimalprogramm für alle Eulen.

 

Zu Beginn steht der "Buchstaben-Geburtstag", die Kinder (zunehmend) und ich bringen Gegenstände mit, die mit dem Buchstaben beginnen, z.B. A: Apfel, Affe, Armband, Ast, Ampel usw. Die mitgebrachten Gegenstände werden im Kreis gewürdigt, wandern dann auf den Geburtstagstisch und bekommen Beschriftungen, in welchen der Buchstabe A, a rot geschrieben ist: Ananas.

 

Anschließend erfolgen einige Übungen zur Lautdiskriminierung u.a.mit dem Lautfisch oder mit Bewegung: Vorne - stehen; Mitte - sitzen; Hinten - Hocke.

 

Das A wird in der Luft und auf den Rücken des Nachbarn geschrieben, unterstützend sind hier die Schreibverse zu jedem Buchstaben und dann geht es an die Arbeit mit den Stationen.

 

Ergänzend kann es zur Arbeit mit einem Bilderbuch kommen, z.B. beim A: Anton auf dem Baum, Michael Wrede, Minedition 2017; ein wirklich tolles Bilderbuch gerade zu Beginn der Gruppen- und Klassenfindung, welches ich demnächst näher vorstellen werde. Alternativ können gemeinsame Aktivitäten im Vordergrund stehen, z.B. die Herstellung eines Obstsalates beim Buchstaben O.

 

Wöchentlich plane ich ca. ab der dritten/vierten Schulwoche drei Schulstunden für die Buchstabenerarbeitung ein, die übrigen 3 Stunden des Deutschunterrichts stehen unter dem Aspekt des eigenen Schreibens bzw. der Arbeit mit der Anlauttabelle, dem Erzählen, dem Zuhören und natürlich zunehmend dem Lesen.

 

Aus meiner Erfahrung heraus, kann der Buchstabenweg spätestens ab Weihnachten enorm verkürzt werden, da die Kinder durch die intensive Arbeit mit der Anlauttabelle mittlerweile alle Buchstaben kennen. Je nach Lerngruppe entscheide ich dann gemeinsam mit den Kindern, ob wir noch Buchstaben-Geburtstage brauchen bzw. wollen, welche Stationen wir einsparen oder ob eventuell sogar das Buchstabenheft zur individuellen Bearbeitung freigegeben werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass wir spezielle Phoneme wie das -ng- nicht noch einmal gemeinsam genauer betrachten und damit arbeiten.

 

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Schreiben von Anfang an ...

und zwar wortwörtlich :-)

 

Das erste Buch, welches die zukünftigen kleinen Eulen herstellen werden, ist ihr Buch der Schultüten:

Malen und schreiben steht schon in der ersten Woche auf dem Programm. Keiner muss, aber jeder darf, dabei dürfen auch die Lehrerin und die Eltern helfen, wenn die Kinder sich noch sehr unsicher sind. Andere schaffen erste Wörter und Buchstaben schon ganz alleine und wenn es nur ihr Name ist, denn die Kinder kommen ja nicht ohne Vorkenntnisse und Vorerfahrungen zur Schule.

 

Immer wieder versuche ich ansprechende Schreibanlässe zu schaffen, meist im Zusammenhang mit dem Sachunterricht:

Deckblatt und Rückseite werden laminiert und schon gebunden, die Kinderseiten kommen dann später hinein. Die Kinder sind durch die Aufgabenstellung ein eigenes Buch zu malen und zu schreiben immer sehr motiviert. Diese Bücher werden durch alle vier Jahre gerne gelesen und betrachtet. Vor allem, wenn man dann im 4. Schuljahr ist, kann man auch gut über sich selbst lächeln.

 

Mit der Eulenklasse möchte ich versuchen, auch in den kommenden Schuljahren Bücher zu erstellen. Ideen sind vorhanden: Zahngeschichten-Buch, Katzen-Buch, Albtraum-Buch, Angst-Buch, Freunde-Buch, Lieblingsbuch-Buch, Wünsche-Buch, Wenn ich groß bin - Buch usw.

 

Schrift und Schreiben steht also von Anfang an in einem Sinnzusammenhang für die Kinder. Dazu gehören auch kleine Briefe, die die Kinder wöchentlich von mir bekommen und auf die sie antworten sollen. Auch Fotobücher entstehen, da ich die Kinder bei ihren Tätigkeiten in der Schule, bei Ausflügen und besonderen Veranstaltungen fotografiere.

 

Natürlich üben wir trotzdem das normgerechte Schreiben in Linien im Druckschriftlehrgang und im Schreibheft, dies spielt jedoch in unseren Bücher noch keine Rolle.

Ein weiteres Heft möchte ich vorstellen:

Viele Verlage bieten mittlerweile Hefte mit Bildern zum lautgetreuen Schreiben an. Ich nehme ein Blanko-DIN A5- Heft, welches obigen Umschlag bekommt. In dieses Heft schreiben und malen wir unsere ersten gemeinsam lautierten Wörter. Die ersten 20 Wörter gebe ich vor, da ich auf Lauttreue achte. Später werden die Lieblingswörter der Kinder gemalt und geschrieben. Natürlich dürfen die Kinder auch ohne gemeinsame Tafelarbeit in dieses Heft schreiben und malen. Durch die offene Aufgabenstellung ist eine natürliche Differenzierung impliziert.

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